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DERPART Travel Service Kassel
25.02.2019

Datenschutz, drohender Brexit, Flugausfälle, Verspätungen – Das war das Geschäftsreise-Jahr 2018

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Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Neben zahlreichen Flugverspätungen und -annullierungen haben auch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz: EU-DSGVO) und die Einführung des neuen EU-Pauschalreiserechts die Travel Management Companies (TMCs) in Atem gehalten. Lassen Sie uns gemeinsam nochmals auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres blicken.


Geduldsprobe für Fluggäste

Flugreisende mussten in diesem Jahr so starke Nerven beweisen wie selten zuvor: Streiks, Unwetter, Stromausfälle und Sicherheitspannen führten im Verlauf des Jahres zu Tausenden Flugausfällen. Das entspricht einem Anstieg von fast 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zudem kam es zu erheblichen Flugverspätungen.


Vor allem die Kunden von Eurowings wurden auf eine Geduldsprobe gestellt. Die Gründe dafür waren unter anderem Verzögerungen bei der Übernahme der Air-Berlin-Maschinen und ihren Crews sowie Wetterkapriolen und fehlende Fluglotsen. Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) kritisierte die erheblichen Probleme in Gesprächen mit den Vertriebsverantwortlichen der Eurowings.


Sicherheitspannen an deutschen Flughäfen

Doch nicht nur bei Eurowings gab es Probleme. Auch die irische Fluggesellschaft Ryanair musste aufgrund etlicher Streiks der Piloten und Flugbegleiter Hunderte Flüge annullieren, konnte das ganz große Chaos aber noch verhindern. Zu allem Überfluss kamen auch noch zahlreiche Pannen an deutschen Flughäfen hinzu. In München und Frankfurt stoppten Sicherheitsbeamte den Flugverkehr, nachdem Personen unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangt waren. Allein in München mussten deshalb am ersten Wochenende der Sommerferien Ende Juli 330 Flüge annulliert werden. Auch am Hamburger Flughafen brach Anfang Juni Chaos aus: Ein Kurzschluss sorgte für einen Stromausfall und legte den kompletten Flugbetrieb lahm. Betroffen waren rund 30.000 Passagiere. Erst zwei Tage später normalisierte sich der Flugbetrieb wieder.


Um in solchen Fällen nicht hilflos am Flughafen zu stranden, unterstützen Sie unsere DERPART Travel Service Mitarbeiter gerne. Wir informieren Sie im Vorfeld über Störungen am Flughafen oder Gefahren in Ihrem Zielgebiet und helfen, alternative Verkehrs- und notfalls Übernachtungsmöglichkeiten zu finden.


Vorsicht beim Datenschutz

Der Trend geht zur zunehmenden Individualisierung von Geschäftsreisen. Um das zu ermöglichen, benötigen die Travel Manager persönliche Daten ihrer Kunden. Für reichlich Aufsehen sorgte in diesem Zusammenhang die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU. Diese verpflichtet Unternehmen und damit zum Beispiel auch Travel Management Companies zu erhöhter Sorgfalt im Umgang mit Kundendaten. Verletzungen dieser Daten oder Hacker-Angriffe müssen umgehend an die zuständige Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Auch die Reisenden selbst sollten beim Telefonieren oder Arbeiten an öffentlichen Plätzen vorsichtig sein und sensible Daten nur über sichere Netzwerke verschicken.


Ausblick 2019

Ein weiteres Thema, welches uns mit Sicherheit dieses Jahr noch beschäftigen wird, ist der Brexit und dessen Auswirkungen auf die Reisebranche. Aktuell gibt es für den EU-Austritt Großbritanniens zwei Szenarien. Wenn die verbliebenen 27 Mitgliedsstaaten und Großbritannien das Austrittsabkommen bis zum 30. März 2019 ratifizieren, kommt es zum „Soft Brexit“. In diesem Falle gibt es eine Übergangsfrist von 21 Monaten bis das EU-Recht in Großbritannien nicht mehr gilt. Kommt es zu keiner Einigung, entfällt diese Übergangsfrist. Das EU-Recht würde dann ab dem 30. März 2019 nicht mehr gelten und es käme zum „Hard Brexit“. So oder so hat der Brexit für Geschäftsreisende weitreichende Folgen – wegfallende Flugverbindungen, höhere Ticketpreise und Roaming-Gebühren oder sogar eine Visumpflicht sind mögliche Szenarien. Eine frühzeitige und detaillierte Reisevorbereitung ist in jedem Fall unerlässlich.

Ein zweites Thema, welches die Geschäftsreisebranche 2019 vor Herausforderungen stellen wird, ist die sogenannte New Distribution Capability, kurz NDC. Hierbei handelt es sich um eine neue Möglichkeit für Fluggesellschaften, ihre Leistungen anzubieten. Bisher findet der Austausch zu Leistungsangeboten und Informationen zwischen Airlines und Travel Management Companies in der Regel über zentrale Datenbanken (sogenannte Globale Distributionssysteme) statt. Im Rahmen der NDC sollen TMCs künftig die Informationen direkt bei den Fluggesellschaften abrufen. Die Lufthansa Group etwa steuert seit diesem Jahr bereits gezielt auf diese direkten Abrufe um. Für die TMCs und Geschäftsreisende heißt das, dass der Markt für Flugreisen intransparenter werden könnte. Um dem vorzubeugen, hat DERPART Travel Service bereits für alle DTS Büros in eine direkte Schnittstelle zur Lufthansa Group investiert und für Mitarbeiter eine neue Buchungsoberfläche geschaffen, sodass die Möglichkeit zum direkten Tarifvergleich weiterhin gegeben ist und wir somit, für Sie als Kunden, bestens aufgestellt sind. Inwieweit das Lufthansa-Beispiel Schule macht und wie sich die Vertriebsmodelle der Fluggesellschaften weiterentwickeln werden und wie sich das auf die Ticketpreise auswirkt, wird die ganze Geschäftsreisebranche in diesem Jahr sicherlich noch intensiv beschäftigen.

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