Hotelpreis-Barometer: Stabilisierungstrend fortgesetzt

Hotelpreise sind ein sensibles Konjunktur-Barometer. Sie reagieren empfindlich und prompt auf wirtschaftli­che Veränderungen. Zur Klärung der Lage nahm »hotel.de«
erneut seine Hotelpreisanfragen unter die Lupe. Im Mittel­punkt der neuen Preisuntersuchung stand die Frage, ob sich die Zimmerpreise wieder dem Vorkrisen-Niveau angenähert haben.

Das aktuelle Resultat zeigt:
Die Übernachtungspreise rangieren auch weiterhin unter dem Vorkrisen-Niveau. Die Mehrheit der Städte zeigt teils deutlich höhere Hotelzimmerpreise als im gleichen Vorjahresmonat; beim Preisniveau setzt sich insgesamt der Stabilisierungstrend fort. Lediglich die aktuellen Zimmerpreise in Hamburg, Hannover, Stuttgart, Bremen und in den »Revierstädten« Bochum und Dortmund sowie in Bielefeld hinken noch dem April 2009 hinterher.
Von einem deutlichen Preisaufwärtstrend kann aber weiterhin nicht die Rede sein, trotz einer sich angeblich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung. Diese Entwicklung ist sowohl für Deutschland als auch für europäische Großstädte und Metropolen weltweit feststellbar.
Die Rankings des »hotel.de«-Hotelpreis-Barometers für den Monat April 2010 zeigen jeweils den durchschnittlichen Hotelpreis pro Zimmer je Nacht in Euro (über alle Hotel- und Zimmerkategorien hinweg).

New York »teuerstes Pflaster«
Im Rahmen der weltweiten Betrachtung liegen die aktuellen Hotelzimmerpreise in Dubai sogar mit knapp 50 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Das gilt auch für Moskau, Peking, Shanghai sowie Mexiko City und Bangkok. In Oslo und in Rio de Janeiro hingegen mussten Übernachtungsgäste sogar tiefer in die Tasche greifen als in den beiden Jahren zuvor. In New York sind die Zimmerpreise zumindest im Vergleich zu 2009 spürbar gestiegen, sodass der »Big Apple« seinen Überachtungsgästen weltweit derzeit am teuersten zu stehen kommt. Budapester Hotelzimmerpreise hingegen sind fast auf gleichem Niveau wie vor der Krise.
Insgesamt lautet das Fazit, dass auch weltweit ein Trend der Preisstabilisierung erkennbar sei. Der Vergleich zwischen den Monaten März 2010 und April 2009 unterstreiche diese Entwicklung.

Kasten: Mice-Trends 2010
Veranstaltungsplaner und Tagungsmanager können erstmal aufatmen: Die Preise für in Hotels durchgeführte Tagungen und Seminare dürften in diesem Jahr weitgehend stabil bleiben. Insgesamt wird der MICE-Markt aber härter und unübersichtlicher. Gerade kleinen Häusern fehlen oft die Mittel, um sich bei den Entscheidern Gehör zu verschaffen.
Rund 80 Prozent der vom Hotelportal »HRS« befragten Hoteliers erwarten für das laufende Jahr keine steigenden Preise für die Buchung und Nutzung ihres Tagungsbereichs. Etwa 16 Prozent sind überzeugt, dass die Preise dieses Jahr sogar sinken werden und nur etwa fünf Prozent glauben dagegen an steigende Preise.
Auch bei der Auslastung sehen deutsche Hoteliers kaum Änderungen. 48 Prozent gaben an, dass ihrer Meinung nach die Auslastung in diesem Jahr im Vergleich zu 2009 gleich bleiben werde. Knapp 29 Prozent rechnen mit einer niedrigeren Auslastung als im vergangenen Jahr. Nur rund 23 Prozent erwarten eine höhere Zimmerauslastung.


  

Platz

 

Stadt

 

Apr. 10

 

Mrz. 10

 

Apr. 09

 

Apr. 08

 

1.

München

 

100,67

 

95,56

 

92,59

 

108,33

 

2.

 

Mannheim

 

  99,30

 

96,30

 

94,85

 

  92,36

 

3.

 

Frankfurt/M.

 

  98,76

 

91,55

 

82,74

 

103,6

 

4.

 

Hamburg

 

  92,09

91,13

 

93,10

 

  96,69

 

5.

 

Bonn

 

  91,77

 

93,90

 

91,23

 

  94,12

 

6.

 

Düsseldorf

 

  89,7

 

90,21

 

81,08

 

109,27

 

7.

 

Köln

 

  87,67

 

83,24

 

81,07

 

  92,51

 

8.

 

Essen

 

  87,60

 

82,18

 

84,01

 

103,06

 

9.

 

Hannover

 

  85,91

 

87,17

 

92,48

 

  96,11

 

10.

 

Duisburg

 

  83,06

 

75,28

 

80,12

 

  90,40

 

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